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KV-8

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Zusammenfassung

Mit dem KV-8 Flammenwerfer hatte man einen hervorragenden Panzer geschaffen. Seine Panzerung war mit das Beste, was zu diesem Zeitpunkt auf dem Schlachtfeld vorzufinden war. So konnte er nah genug an den Feind herankommen um seinen Flammenwerfer zum Einsatz zu bringen. Dadurch, dass der Flammenwerfer im Turm untergebracht wurde, konnte er im Einsatz effektiver verwendet werden, da nicht der ganze Panzer geschwenkt werden musste. Die Technik war ausgereift, so kam es selten zu Ausfällen aufgrund technischer Probleme.

Seine Erscheinung (er war von einem normalen KV-Panzer kaum zu unterscheiden) brachte auch immense Vorteile mit sich. So wurde er nicht bevorzugt unter Feuer genommen, was ansonsten bei Flammenwerfern normal war. Aufgrund der Größe des Panzers konnte mehr Flammengemisch als bei seinen kleineren Konkurrenten, dem OT-34 und OT-34-85, mitgeführt werden.

Gefechte mit anderen Panzern ist der KV-8 aufgrund der eher schwächlichen 45 mm Kanone wenn möglich aus dem Weg gegangen.

Entwicklung

Flammenwerfer hatten schon immer eine hohe psychologische Wirkung auf den Feind. Die 1941 im Einsatz befindlichen gepanzerten Flammenwerfer (z.B. auf Basis des T-26) waren viel zu schwach gepanzert. Auch waren sie äußerlich von den normalen Panzerfahrzeugen zu unterscheiden und zogen daher oft das Feindfeuer auf sich. Daher wurde entschieden einen Flammenwerfer in einen schwereren Panzer einzubauen. Als Basis kamen der T-34 sowie der KV-1 in Frage. So begann die Entwicklung auf Basis des KV-1 im November 1941 im Kirowwerk bei Leningrad.

Im Turm wurde das koaxiale MG durch einen Flammenwerfer des Typs ATO-41 ersetzt. Allerdings stellte sich heraus, dass der Turm für den Flammenwerfer und die 76,2 mm Kanone zu klein war. Die Kanone wurde gegen die kleinere 45 mm Kanone M 1932 ersetzt. Um die Tarnung aufrechtzuerhalten, wurde das Rohr für die Hauptkanone mit einer Verlängerung ummantelt, so konnte man die Bewaffnung nicht von der größeren 76,2 mm Kanone unterscheiden.

Während der Produktion stieg der Vorrat des Flammenwerfers von 670 Litern auf gesamt 960 Liter an.

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Der KV-8 wurde auf Basis des KV-1 gefertigt. Der Flammenwerfer konnte maximal 107 mal abgefeuert werden, wobei ca. 10 Liter verbraucht wurden. Für die 45 mm Kanone wurden 116 Schuss mitgeführt. Einige KV-8 hatten zusätzlich zu dem MG im Bug und am Turmheck ein weiteres für die Flugabwehr montiert.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen KV-8s

Als die Fertigung des KV-1 auslief, wurde die Produktion auf Basis des noch in Produktion befindlichen KV-1s geändert. Um Verwechslungen vorzubeugen, wurde dies in der Bezeichnung des Fahrzeuges mit einem s dokumentiert.

Die Fahreigenschaften entsprechen denen des KV-1s. Während der Produktion wurde der Flammenwerfer durch den neueren ATO-42 getauscht. Wie schon beim KV-8 stieg der Vorrat für den Flammenwerfer von 600 auf 800 Liter.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://ww.panzer-archiv.de/spezialpanzer/sowjetunion/kv-8/kv-8.htm
Gedruckt am: Donnerstag, 14. Dezember 2017, 07:03 Uhr
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