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Panzer V Panther

Bergepanther

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Befehlspanzer

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Auch vom Panther wurde eine Befehlspanzerversion gebaut. Der Befehlspanzer V hatte das Standardfunkgerät Fu 5 mit einer 2 m langen Stabantenne und einer Reichweite von 8 Kilometern installiert und zusätzlich das Fu 8 mit Sternantenne und einer Reichweite von 65 Kilometern. Anders als die anderen Befehlspanzer, behielt er seine Kanone, anstatt eine Kanonenattrappe zu erhalten, was ihm seine volle Kampfkraft erhielt. Ab Juli 1944 erhielten alle Panther einen Träger, um im Feld die neue Funkanlage zu installieren und so die ausgefallenen Befehlspanther zu ersetzen. Man konnte ihn von einem normalen Panther nur aufgrund der Sternantenne unterscheiden, was für einen Befehlspanzer ein entschiedener Vorteil ist. Jeder 10te Panther wurde Standardmäßig als Befehlspanzer gebaut.

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Einige wenige Panther wurden auch zu dem Befehlspanther umgerüstet. Er ähnelte dem normalen Befehlspanzer V Panther hatte aber das Fu 7 anstelle des Fu 8. Er wurde von den Verbindungsoffizieren der Luftwaffe benutzt. Es ist aber zu bezweifeln das der Panzer anders als die normalen Befehlspanzer V eingesetzt wurden, da zu diesem Zeitpunkt die Luftwaffe fast ausschließlich in der Defensive agierte. Er war vom normalen Panther so gut wie nicht unterscheidbar und wurde daher nicht vorrangig das Ziel des Gegners.

Bergepanther

Aufgrund der Unzuverlässigkeit der ersten Panther wurde schnell klar, dass man einen neuen Bergepanzer brauchte. Um einen liegengebliebenen Panther zu bergen brauchte man vier 18 t schwere Artilleriezugmaschinen. Die Kommandanten die ihren Panther dazu benutzten einen anderen zu bergen wurden hart bestraft, da die meisten Panther dabei auch noch den Dienst quittierten.

Die improvisierten Panzer, meist ausgemusterte Panzer III, alte Panzer IV Versionen oder erbeutete Panzer waren im allgemeinen nur unbefriedigende Lösungen. Es kam nur das Laufwerk vom Panther in Frage um einen geeigneten Bergepanzer zu konstruieren der solch schwere Panzer abschleppen konnte. Da die Front jeden Kampfpanzer brauchte, schaffte es MAN unter Mühen 13 Laufwerke aus der laufenden Produktion zu nehmen und aus ihnen einen Bergepanther zu bauen. Um den Bergepanther zu herzustellen wurden der Turm des Panthers (Ausführung D) und das Mittelstück der Wannendecke entfernt. Außerdem wurde ein ungefähr 60 cm hoher Metallkasten auf die Wanne des Panthers montiert, dieser wurde zusätzlich mit Brettern erhöht, die im zusammengeklappten Zustand als Arbeitsfläche benutzt werden konnten.

Der ehemalige Kampfraum wurde nun dazu benutzt die notwendige Ausrüstung zu lagern, Kabelwalze, Winde und einen Stahlträger. Die Bergepanther hatten eine Seilwinde die durch eine Ganspill ihre Eigenleistung von 3 t auf die geforderten 40 t erhöhen konnte. Das einzige Problem war, dass um die Winde in Betrieb zu setzen der Motor aus und wieder angestellt werden musste. Das musste gemacht werden, weil der Startpunkt der Winde zwischen Motor und Kupplung lag. Der Schutz bestand lediglich aus Holz- und Stahlplatten. Der oben offene Aufbau wurde durch eine Plane abgedeckt. Der Bergepanther war sehr beliebt, da er aufgrund des gepanzerten Laufwerkes auch bei Feindfeuer die Panzer bergen konnte. Er war sogar in der Lage den 56 t schweren Tiger I abzuschleppen. Am Heck wurde als Gegengewicht eine große Schaufel angebracht. Einige Bergepanther ohne diese Schaufel wurden auch als Munitionsträger oder Zugmaschine eingesetzt, dann wurde allerdings auch die Winde vom Fahrzeug entfernt.

Bis Kriegsende konnten Henschel und MAN insgesamt ca. 350 Bergepanther fertig stellen.

Panzerbeobachtungspanzer

Im Sommer 1943 erschien der Prototyp des Panzerbeobachtungs-Panther. Er basierte auf dem Panther Ausf. D und sollte die älteren Beobachtungspanzer ablösen. Mit einem moderneren Beobachtungsgerät, einen Raumbild-Entfernungsmesser im Turm, sowie zwei anstatt einem Periskop, konnten die Ziele noch besser angepeilt werden. Die 41 gebauten Panzer kamen zu den Panzerartillerieregimentern der Panzerdivisionen die mit Hummel und Wespen ausgestattet waren.

Nachtkampfpanther Sperber

Lösung A
1943 begann die Wehrmacht wieder mit der Aufnahme zur Entwicklung mit Infrarotvisieren für den Nachtkampf. Zwar wurde zu Anfang des Krieges schon geforscht, aber erst mit der Lufthoheit der Alliierten wurde das Projekt wieder aufgenommen, da die Panzereinheiten bei Tage stark gefährdet waren. Die tieffliegenden Jagdbomber zerstörten viele Panzer. Deshalb war die Nacht, wenn die Flugzeuge nicht mehr flogen, die bessere Variante für die Wehrmacht. Im selben Jahr wurde der Panther als Versuchsfahrzeug genommen. Es wurden ein paar mit dem 300 mm-Infrarotsuchscheinwerfer "Uhu" ausgestattet. Mit Hilfe des Bildumwandlers konnte nun die Besatzung bei Nacht operieren, leider hatte der Scheinwerfer nur eine Reichweite von 600 m. 1944 wurde deshalb ein 600 mm-Infrarotscheinwerfer auf ein Halbkettenfahrzeug montiert, um die Reichweite zu erhöhen und somit die Bordkanone des Panthers besser nutzten zu können. Es sollte sogar ein Halbkettenfahrzeug vom Typ Falke eingesetzt werden, dass Panzergrenadiere ausgerüstet mit Sturmgewehren und Nachtsichtgeräten vom Typ "Vampir", begleiten sollte. Diese Kampfgruppe, bestehend aus drei Fahrzeugen, wurde Sperber genannt und sollte Nachts Ziele auf bis zu 2500 m Entfernung bekämpfen. Am 21. April 1945 wurde ein Hinterhalt der Amerikaner beim Weser-Elbe-Kanal von zwei Sperbertrupps überrannt, welcher der einzig dokumentierte Einsatz war.

Lösung B
Bei der Panzertruppenschule in Soltau Fallingbostel wurde eine noch bessere Lösung gefunden. Es wurde ein zusätzlicher Infrarotscheinwerfer und ein weiterer Bildwandler für den Fahrer eingebaut. Der Richtschütze erhielt ein Periskop mit einem Nachtsichtgerät. Nun konnten die wichtigsten Besatzungsmitglieder sehen und nicht wie bei der Lösung A, wo der Kommandant alle einweisen musste. Einige Panzer mit der Lösung B kamen im April 1945 bei Uelzen zum Einsatz als sie einen ganzen Zug neuer Comet-Panzer vernichteten.

Pantherturm-Abwehrkompanien

Diese Kompanien wurden im Winter 44/45 von der Wehrmacht aufgestellt. Die Türme wurden auf unterirdischen Stellungen befestigt. Diese Kompanien kämpften am Westwall, Italien und während der Verteidigung von Berlin.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://ww.panzer-archiv.de/spezialpanzer/deutschland/panzerv/panzerv.htm
Gedruckt am: Donnerstag, 14. Dezember 2017, 07:03 Uhr
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