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10,5 cm K18 Sf IVa Dicker Max

Dicker Max

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Zusammenfassung

Trotz einer guten Bewertung und dem von Hitler gewünschten sofortigen Produktionsstart ging der "Dicke Max" nie in die Serienproduktion. Nach der Fertigstellung der beiden Prototypen kamen sie zur 3. Panzerdivision. Mit ihrer gewaltigen Feuerkraft leisteten beide Prototypen ihren Dienst in der Sowjetunion. Ihrer Kanone war 1941 kein Panzer gewachsen. Allerdings wurde ein Prototyp von der Roten Armee erobert, nach dem er durch einen Treffer und der daraus resultierenden Explosion der Munition zerstört wurde. Daraufhin wurde der letzte intakte "Dicke Max" wieder in das Grusonwerk in Magdeburg gebracht, um wieder in einen Panzer IV zurückgerüstet zu werden.

Zu einer Serienproduktion des Panzers kam es nie, da sich die Wehrmacht für das schneller zu bauende Nashorn entschied. So wurde dem "Dicken Max" ein schwächeres Modell zum Verhängnis. Im Nachhinein wäre eine evtl. Produktion des "Dicken Max" sinnvoller gewesen, da er auch später mehr als genug Feuerkraft hatte um z.B. Typen wie dem JS-2 gefährlich zu werden.

Entwicklung

Schon 1939 wurde Krupp damit beauftragt, einen schweren Panzerjäger zu entwickeln. Man stellte sich dafür eine 10,5-cm- oder sogar eine 12,8-cm-Panzerabwehrkanone vor. Anfang 1941 wurden zwei Prototypen fertiggestellt. Beide basierten auf Fahrgestellen des Panzer IV Ausf. A. Da beide in Magdeburg im Grusonwerk gebaut wurden, bot es sich an, die schwere Feldhaubitze 10,5 cm K 18 L/52 aus dem Nachbarwerk, der Maschinenfabrik Buckau, als Bewaffnung zu verwenden. Diese gewaltige Kanone war in der Lage, sowohl Bunker als auch Panzer auf große Entfernung effektiv zu bekämpfen. Mit Panzergranaten konnte sie noch auf 2000 m eine 11 cm dicke Panzerstahlplatte (im Winkel von 30°) durchschlagen.

Mit einem Gewicht von stolzen 26 Tonnen konnte der Dicke Max trotzdem eine Geschwindigkeit von 40 km/h auf der Straße erreichen.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://ww.panzer-archiv.de/prototypen/deutschland/dickermax/dickermax.htm
Gedruckt am: Donnerstag, 19. Oktober 2017, 05:38 Uhr
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Im Panzer IV und Tiger an der Ostfront: Das persönliche Kriegstagebuch des Alfred Rubbel Dezember 1939 - Mai 1945
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