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Kreuzerpanzer Mk VIII Cromwell (A27M)

Mk VIII Cromwell

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Zusammenfassung

Der Cromwell war ein durchaus achtbarer Panzer. Er entstand durch Erfahrungen die man mit dem Crusader Panzer machte. Er war stärker gepanzert und bewaffnet als alle vorherigen Modelle. Sein Motor stammte aus der berühmten Spitfire, welcher ihm zu erstaunlichen Geschwindigkeiten verhalf (allerdings musste die Höchstgeschwindigkeit gedrosselt werden, da sonst das Laufwerk zu schnell verschließ). Mit dem starken Motor und dem Christielaufwerk war er auf dem Schlachtfeld äußerst agil. Seine Panzerung war durchaus annehmbar (musste aber später verstärkt werden). Nur die Kanone der ersten Ausführungen war zu klein, hier wurde lediglich eine 6 pdr Kanone eingebaut. Spätere Cromwells hatten eine 75mm Kanone, welche in der Lage war die Munition der amerikanischen 75mm Geschütze zu verfeuern. Die einzige Division die komplett mit Cromwells ausgerüstet wurde, war die 7th Amoured Division.

Durch seinen größten Vorteil, der hohen Geschwindigkeit, war er in Frankreich in der Lage die schwereren deutschen Panzer auszumanövrieren. Allerdings war seine Kanone nicht in der Lage auf ausreichender Entfernung die deutschen Panzerungen zu durchschlagen.

Alles in allem, war der Cromwell die richtungsweisende Entwicklung des englischen Panzerbaus.

Entwicklung

Der Cromwell stammt ursprünglich aus der Anforderung des Versorgungsministeriums, welches ende 1941 einen schweren Kreuzerpanzer forderte. Aus dieser Forderung gingen der A24 Cavalier sowie der A27L Centaur hervor. Diese Vorgänger wurden anfangs ebenfalls Cromwell benannt, so wurde dem Cavalier der Name Cromwell I zugeteilt. Der Centaur erhielt dementsprechend die Bezeichnung Cromwell II und die späteren Cromwell´s erhielten die Bezeichnung Cromwell III. Später wurde aber entschieden den Namen Cromwell dem A27M mit Meteor-Motor vorzubehalten.

Der Cromwell entsprach im großen dem Centaur, nur das er mit dem Rolls-Royce Meteor-Motor ausgerüstet war (daher A27M = Meteor-Motor), während der Centaur mit dem Liberty-Motor auskommen musste (A27L = Liberty-Motor). Der Meteor-Motor hatte einige Vorteile, er war modern, Leistungsstark und vor allem Zuverlässig. Allerdings war Rolls-Royce nicht mehr in der Lage Kapazitäten für die Panzermotorenproduktion bereitzustellen, da der Bedarf für die Flugzeugindustrie bereits alle in Anspruch nahm. So wurde die Rover Car Company ausgewählt die Motoren herzustellen. Die Umstellung der Fertigungsbänder benötigte allerdings eine gewisse Zeit.

Der erste Prototyp wurde von Birmingham Carriage & Wagon am 1. März 1942 dem Heer übergeben, noch bevor der erste Centaur-Prototyp überhaupt fertiggestellt war. Zwei weitere Prototypen wurden gegen ende 1942 ausgeliefert. In den Versuchen stellten sich nur kleine Kinderkrankheiten heraus (Kupplung, Getriebe und Kühlung).Die Serienfertigung konnte nach dem Beheben dieser Fehler im Januar 1943, Rover war nun in der Lage die Motoren in Serie herzustellen, beginnen.

Cromwell I

Der Cromwell I war das erste Model der Reihe. Er war lediglich ein mit Meteor-Motor ausgerüsteter Centaur I. Als Hauptwaffe wurde die kleine 6 pdr Kanone eingesetzt. Diese Variante hatte noch 2 MGs, ein Bug-MG sowie ein koaxiales MG im Turm.

Cromwell II

Das Bug-MG fiel hier weg um mehr Stauraum zu schaffen. Auch wurden die Ketten an diesem Modell um 4 cm pro Seite (nun 39cm) vergrößert. Der Cromwell II war lediglich eine Studie, er wurde nie produziert.

Cromwell III

Bei dem Cromwell III handelt es sich eigentlich um Centaur I Modelle. Wie geplant wurden die Centaur Panzer mit dem Meteor-Motor ausgerüstet, um sie auf den Standart des Cromwells zu bringen.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Cromwell IV

Ein umgerüsteter Centaur III mit 75 mm Kanone und Meteor-Motor.

Cromwell V

Der Cromwell V war standardmäßig mit der 75 mm Kanone ausgerüstet. Die neue Kanone verlieh ihm endlich eine gewisse Schusskraft um gegen die deutschen Modelle standhalten zu können. Seine Wanne war nun ganzheitlich geschweißt was die Produktion weiter vereinfachte.

Cromwell VI

Der Cromwell VI war ein Nahunterstützungsfahrzeug für die Infanterie. Er war an sich ein Cromwell IV der aber anstelle der 6 pdr Kanone eine 95 mm Haubitze besaß.

Cromwell VII

Der Cromwell VII war lediglich eine Kombination aus den alten Ausführungen IV und V, bei dem aufgrund der Erfahrungen im Kampf zusätzliche Panzerplatten auf den Bug aufgeschweißt wurden. Um dem zusätzlichen Gewicht Rechnung zu tragen, musste das Laufwerk verstärkt werden. Auch wurden die Ketten auf 39 cm vergrößert. Die Höchstübersetzung des Getriebes wurde herabgesetzt und betrug nun 32 mph (51,5 km/h).

Cromwell VIII

Auch die Sturmpanzervariante des Cromwells, das Modell VI, wurde wie die anderen vorher auch verstärkt. Auch hier wurden wieder Panzerplatten am Bug angeschweißt und das Laufwerk, die Kette und das Getriebe verändert.

Cromwell Prong

Einige Standartmodelle erhielten zwischen Juni und August 1944 eine Schneidevorrichtung (Cullin Hedgerow Cutting Device) für Hecken. Die ersten dieser Vorrichtungen wurden im Feld behelfsmäßig hergestellt (später Fabrikmäßig) und verbaut. Diese Vorrichtungen wurden benötigt um in der Normandie durch die Bocage fahren zu können. Sie erhielten den Zusatz Prong (=Heugabel).

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://ww.panzer-archiv.de/kampfpanzer/england/cromwell/cromwell.htm
Gedruckt am: Donnerstag, 14. Dezember 2017, 06:59 Uhr
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