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Marder I (Sdkfz 135)

Panzerjäger

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Der Marder I basiert auf dem zuverlässigen französischen Lorraine-Schlepper-Laufwerk. Zusammen mit der starken Kanone bildete es eine gute Waffenplattform. Allerdings war das Laufwerk nicht stark genug, um eine vernünftige Panzerung zuzulassen. So musste der Marder I sich mit einer armseligen Panzerung zufrieden geben, die höchstens vor Handfeuerwaffen Schutz bot. Doch bei der Invasion der Alliierten in Frankreich konnte er sich mit jedem Panzer messen. Der Marder I war eine sehr gute Lösung, um die vorhandenen Laufwerke zu nutzen. Sein größter Vorteil war eindeutig sein geringer Preis.

Entwicklung

Der Russlandfeldzug hatte gezeigt, dass die Wehrmacht dringend mobile Panzerabwehrwaffen brauchte. Hauptmann Alfred Becker, der schon an der Umrüstung vieler Selbstfahrpaks beteiligt war, sollte auf der Basis des französischen Lorraine-Schleppers, die in Frankreich reichlich erbeutet wurden, einen improvisierten leichten Jagdpanzer konstruieren. Den Befehl hierzu erhielt er am 25. Mai 1942. Etwa 160 Schlepper waren zur Umrüstung eingeplant. 60 sollten zu Jagdpanzern, der Rest zu mobiler Artillerie umgerüstet werden. Für den Jagdpanzer war die 7,5-cm-Pak 40/1 L/46 vorgesehen. Am 4. Juni erfuhr Feldmarschall Keitel, dass weitere 78 Lorraine-Schlepper in den heereseigenen Werkstätten in Bielitz repariert werden und ließ sofort weitere 24 Laufwerke dem Jagdpanzerprogramm zuführen.

Das Laufwerk war sehr stabil und bot somit eine hervorragende Basis für den Marder I. Allerdings musste die Panzerung minimal sein, weil das Laufwerk sonst überfordert wäre. So erhielt es einen kastenförmigen Aufbau mit maximal 12-mm-Panzerplatten. Trotz dieser geringen Panzerung kam das Fahrzeug auf 8,3 t. Mit dem 70 PS starken Delahaye 103 TT Sechszylinder-Reihenmotor schaffte es aber trotzdem eine Höchstgeschwindigkeit von 38 km/h bei einer Reichweite von 150 km.

Im Juni und Juli 1942 wurden insgesamt 104 Marder I umgerüstet, weitere 66 folgten im August und bis zum Ende des Jahres wurden weitere 15 Marder I fertig.

Fast alle Marder I kamen zu den Besatzungstruppen nach Frankreich. Einige wenige wurden aufgrund der Verlegung der Stammeinheiten nach Italien und an die Ostfront transportiert.

Zusammen mit den anderen improvisierten Panzern, die von Alfred Becker konstruiert wurden, kamen die Marder I in die 931. Brigade West. Die 21. Panzerdivision, die in Tunesien vernichtet worden war, wurde im Mai 1943 mit Hilfe der 931. Brigade West neu aufgestellt. Damit waren die meisten Marder I beim Kampf in der Normandie beteiligt, wo sie sich mit den alliierten Panzern messen konnten.

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Auf Basis des Marder I Modells wurde auch eine mobile Artillerie konstruiert. Auf Hitlers Befehl hin wurden Anfang 1942 40 Fahrzeuge vom Marder I Projekt abgezogen. Diese Fahrzeuge sollten für Rommels Afrikakorps gefertigt werden. Sie waren für den Transport einer 150-mm- Haubitze ausgelegt. Es konnte aber auch die kleinere 105-mm-Haubitze leFH 18/40 verwendet werden. Allerdings schienen nur 12 Fahrzeuge diese Kanone erhalten zu haben. Mindestens ein Fahrzeug erhielt eine russische 122-mm-Haubitze. Der sich am Heck befindliche Rückstoßspaten grub sich beim Schießen in den Boden. 1944 wurde der Spaten verlängert. Nun mussten die Soldaten das Fahrzeug nicht verlassen, um den Spaten zu heben bzw. zu senken. Alle mobilen Artillerien auf Marder-Basis erhielten die Sonderkraftfahrzeugnummer 135/1.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://ww.panzer-archiv.de/jagdpanzer/deutschland/marderi/marderi.htm
Gedruckt am: Donnerstag, 14. Dezember 2017, 06:57 Uhr
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