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Jagdpanzer 38 (t) (Sdkfz 138/2)

Durch den engen Kampfraum war der Hetzer bei seiner Besatzung nicht sehr beliebt.

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Stammbaum in einem neuen Fenster anzeigen Zusammenfassung

Während die neuen Jagdpanzer wie der Marder endlich an der Ostfront eintrafen, liefen die Bemühungen für einen neuen reinen Jagdpanzer schon auf Hochtouren. Nach den positiven Erfahrungen mit dem StuG III wollte man auch das Laufwerk des Panzers 38 (t) auf gleiche Weise nutzen.

Heraus kam einer der besten deutschen Jagdpanzer. Sehr klein und mit ausreichender Feuerkraft und Panzerung. Der Hetzer nahm den Platz des leichten Panzerjägers ein. Er sollte eigentlich die Fahrzeuge der Marder-Reihe ersetzen, aber durch Verzögerungen in der Produktion sowie die hohen Gefechtsverluste wurde dieses Ziel nicht erreicht. Das Inventar vom 01. April 1945 zeigt aber, dass noch 627 Hetzer einsatzbereit waren. Damit war er nach dem StuG III das häufigste gepanzerte Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt.

Aufgrund der Lage der Fabriken konnten selbst im letzten Kriegsmonat noch 121 Hetzer gebaut und an die Truppe ausgeliefert werden. Auch an das ungarische Heer wurden Hetzer geliefert, im Versuch deren Moral zu stärken.

Nach dem Krieg bauten die Werke weitere Hetzer für das tschechische Heer. Auch das Schweizer Heer fand die Grundkonstruktion sehr brauchbar und bekam 158 Fahrzeuge, die bis 1970 als G13 im Dienst waren.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Konstruktionszeichnung in einem neuen Fenster anzeigen Entwicklung

1943 wurde das Laufwerk des Panzer 38 (t) für den neuen deutschen Jagdpanzer ausgewählt. Der neue Jagdpanzer sollte einen vollumschlossenen Aufbau besitzen, ähnlich dem der sehr erfolgreichen Sturmgeschütze. Als Waffe wurde eine modifizierte Version der 7,5-cm-PaK 39 L/48 ausgewählt. Die Version hatte eine weiterentwickelte Rohrbremse, die eine Mündungsbremse nicht mehr erforderlich machte. Um das auf 16 Tonnen gestiegene Gewicht besser verkraften zu können, wurden breitere und verstärkte Ketten montiert.

Der Motor wurde vom Panzer 38 (t) übernommen. Durch eine Drehzahlerhöhung wurde eine Leistungssteigerung von 8 bis 10 PS erreicht. Durch das gestiegene Gewicht waren die Fahrleistungen jedoch bescheidender als beim Panzer 38 (t), nur noch 26 km/h auf der Straße und ganze 15 km/h im Gelände.

Um das kleine Fahrzeug (nur 2,10 m hoch) gegen Infanterieangriffe zu sichern, wurde ein fernsteuerbares MG auf dem Dach angebracht. Das MG konnte um 360° geschwenkt werden.

Die Form des Hetzers war hervorragend, rundherum abgeschrägte Flächen. Auch die Dimensionen des Panzers waren sehr gut, allerdings zum Leidwesen der Besatzung. Diese musste sich förmlich in den Panzer quetschen. Was ihn bei der Besatzung nicht beliebt machte.

Der erste Prototyp konnte schon 1943 vorgestellt werden. Nach erfolgreichen Tests wurde mit der Serienproduktion begonnen. Zunächst nur bei BMM, ab September 1944 kam noch Skoda hinzu.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://ww.panzer-archiv.de/jagdpanzer/deutschland/hetzer/hetzer.htm
Gedruckt am: Dienstag, 26. September 2017, 18:07 Uhr
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