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Panzerjäger Tiger (P) Elefant (Sdkfz 184)

Panzerjäger

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Stammbaum in einem neuen Fenster anzeigen Zusammenfassung

Der Ferdinand litt unter der schnell durchgeführten Entwicklung. Er war vor der Umrüstung mechanisch sehr unzuverlässig. Auch die einseitige Ausrichtung auf Feuerkraft und Panzerung hatte ihr Manko - die Beweglichkeit. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von mageren 20 km/h schlich er nur so umher. Im Gelände waren es sogar nur noch 15 km/h. Auch sein anfangs fehlendes MG brachte viele Ausfälle, da feindliche Infantrie sich ihm ungestraft nähern konnte. Allerdings konnten die Ferdinands in Kursk 502 Panzer, 20 Paks sowie 100 Geschütze vernichten. Dies wurde natürlich durch die hervorragende Kanone ermöglicht. Die neue 8,8 cm L/71 Kanone war in der Lage sogar auf 1500 m noch 170 mm zu durchschlagen. Damit war er bis zum Kriegsende eine Gefahr für jeden Gegner.

Nach der Umrsütung war der nun Elefant genannte Panzer endlich mechanisch zuverlässiger. Allerdings mußten einige von den eigenen Besatzungen gesprengt werden, da es schlicht keine Ersatzteile gab. So wurde er noch in Italien eingesetzt. Die letzten Elefanten wurden dann noch zur Ostfront gebracht, um sich der Flut der sowjetischen Panzer entgegenzustellen. Der letzte Einsatz erfolgte am 22. April südlich von Berlin.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Konstruktionszeichnung in einem neuen Fenster anzeigen Entwicklung

Der Ferdinand, nach seinem Entwickler Ferdinand Porsche benannt, hat seinen eigentlichen Ursprung im Tiger. Porsche hatte sich eine Vorserie von 90 Tigern gesichert und daraufhin schon 90 Laufwerke fertiggestellt. Als der Entwurf aber zu Gunsten von Henschel abgelehnt wurde, blieb Porsche zunächst auf den Laufwerken sitzen. Der Wehrmacht waren die Laufwerke aber zu schade um sie zu verschrotten. Man wollte auf dieser Basis einen Panzerjäger bauen. Durch den Befehl Hitlers im Februar 1943, der die Panzer so schnell wie möglich an der Front haben wollte, wurde die Entwicklung in aller Eile durchgezogen. Durch eine Verkürzung des Testprogramms konnten die Fahrzeuge im März 1943 an die Front. Er trug als erster Panzer die 8,8 cm-PaK 43/2 L/71, also die legendäre Kanone, die auch der Königstiger trug. Aufgrund der Tatsache das der Panzer, mangels Turm, dem Gegner immer Frontal gegebüberstand wurde eine Frontalpanzerung von 200 mm angebracht. 

Er war allderings durch seine kurze Testphase sehr unzuverlässig. Seine Antriebskonstruktion war technisch sehr kompliziert, anstatt eines Motors hatte er zwei Maybach HL 120 TR mit je 320 PS Leistung, welche Ihre Leistung direkt an jeweils einen Siemens-Schuckert 500 Volt-Ampere-Generator weitergaben. Mit dem erzeugten Strom wurden dann jeweils zwei Elektromotoren angetrieben, welche den Panzer antrieben.

Sein erster Einsatz sollte Planmäßig in der Operation Zitadelle sein. Alle 90 Panzer kamen zum Einsatz und schossen zusammen mehr als 500 feindliche Panzer ab. Dennoch blieben viele auf den Schlachtfeldern zurück. Die meisten mussten wegen technischer Fehler aufgegeben werden. Die anderen wurden Opfer der Infanterie. Da der Elefant über kein MG verfügte, konnte sich die Infanterie ihm ungestraft nähern und ihn außer Gefecht setzen.

Umrüstung

Die 48 Fahrzeuge die das Debakel bei Kursk und Orel überlebten, wurden zur Umrüstung nach Deutschland gebracht. In den Nibelungenwerke wurden nun einige Änderungen vorgenommen. Vorallem wurden nun die Mängel beseitigt, welche während der Operation Zitadelle soviele Ausfälle verursachte, dies betrifft hauptsächlich den Antrieb.

Als wichtigstes Merkmal, zählt zweifelos das endlich hinzugefügte MG. Für die Nahverteidigung erhielten die Fahrzeuge nun ein MG 34 in einer Kugelblende, welches in der Bugplatte installiert wurde. Auf dem Geschützrohr wurde nun ein Panzerungsschild angebracht, um das Kugelgelenk vor Beschuß zu schützen.

Zusätzlich wurde eine Kommandantenkkuppel, für den Fahrer ein Sonnenschutz über dem Periskop und zusätzliche Panzerung über den Kühlern angebracht.

Nach der Umrüstung wurde die Bezeichnung offiziel in Elefant geändert.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://ww.panzer-archiv.de/jagdpanzer/deutschland/elefant/elefant.htm
Gedruckt am: Donnerstag, 19. Oktober 2017, 05:43 Uhr
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