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Flakpanzer 38 (t) (Sdkfz 140)

Flakpanzer 38 (t)

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Zusammenfassung

Der Flakpanzer 38 (t) auf Selbstfahrlafette 38 (t) Ausf. M, sollte der erste in Serie gebaute Flakpanzer der Wehrmacht werden. Obwohl die Pläne für Flakpanzer auf Basis des Panzer IV schon fertig waren, hatte Hitler Einwände dagegen. Somit musste das Laufwerk des Panzer 38 (t) herhalten. Er war den Halbkettenfahrzeugen überlegen. Allerdings war sein oben offener Kampfraum und die umklappbare Panzerung für die Kanone ein großes Manko. Auch seine Kanone war sehr unbefriedigend, sowohl in der Schussstärke als auch in der Schussrate. Aufgrund dieser Mängel wurden auch nur sehr wenige gebaut. Er stellte nur eine kurzfristige Lösung da, die nicht zu überzeugen wusste. Alles in allem war dieser Panzer eine eher dürftige Erscheinung im Krieg.

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Als die Luftwaffe zunehmend unter Druck geriet und es im Himmel von immer mehr feindlichen Flugzeugen wimmelte, brauchte man einen effektiven Flakpanzer, weil die anderen Lösungen auf den Halbkettenfahrzeugen nicht stark genug gepanzert waren. Nachdem Hitler es ablehnte, einen Panzer IV mit der 20 mm-Vierlingsflak auszurüsten, sah man sich nach einem anderen Gestell um. Dabei kam man auf das hervorragende Laufwerk des Panzer 38 (t). Das Laufwerk war bestens geeignet, um die 20 mm FlaK38 L/55L/55 aufzunehmen. Man ersetzte den Turm einfach durch die neue Flak und versetzte diese etwas nach hinten. Geschützt wurde sie durch ein achteckiges Schild, dass aus 10 mm starken Panzerplatten bestand. Allerdings musste das Schild im Kampf umgeklappt werden. Mit seinen 9,8 t schaffte er eine Höchstgeschwindigkeit von 42 km/h bei einer Reichweite von 210 km.

Die Kanone musste von Hand auf das Ziel anvisiert werden. Sie konnte um 360° gedreht werden und im Winkel von -5° bis +90° gesenkt bzw. erhöht werden, was es dem Panzer ermöglichte, auch gegen Bodenziele vorzugehen. Es wurden 360 Schuss für die Kanone mitgeführt. Auf das MG wurde verzichtet, da er nur als reines Luftbekämpfungsfahrzeug geplant war. Allerdings konnte seine Kanone auch bei feindlicher Infanterie sowie leicht gepanzerten Fahrzeugen verheerend sein.

Ende 1943 wurden 150 Fahrzeuge bestellt. Allerdings wurden nur 140 Fahrzeuge von BMM fertiggestellt, da die Leistungen eher schlecht waren und auch neue Fahrzeuge mit stärkerer Bewaffnung zur Verfügung standen.

Anfang 1944 wurde der Flakpanzer 38 (t) den Flakzügen der Panzerregimenter zugeteilt. Er wurde hauptsächlich bei der 12. SS-Division, die in der Normandie stationiert war, eingesetzt.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://ww.panzer-archiv.de/flakpanzer/deutschland/flak38/flakpz38t.htm
Gedruckt am: Donnerstag, 19. Oktober 2017, 05:34 Uhr
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