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M12 GMC 155 mm

M12 GMC 155 mm

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Zusammenfassung

Am Anfang wurde der M12 nur als Schulungsfahrzeug eingesetzt. Als im Dezember 1943 die Planungen für eine Invasion in Europa begannen, wurden 74 Stück für den möglichen Einsatz in Europa instandgesetzt. Die Arbeiten wurden von Baldwin im März 1944 abgeschlossen.

Der M12 erwies der US Army wertvolle Dienste, vor allem beim Ausbruch aus den Landungsköpfen in der Normandie. Oftmals stellte der M12 die Hauptlast der Feuerunterstützung. Obwohl er veraltete Geschütze aus dem Ersten Weltkrieg verwendete, war seine Feuerkraft tödlich. Allerdings konnte der M12 nur 10 Schuss mitführen. Zu diesem Zweck wurde der M30 eingeführt, ein M12 ohne Kanone aber mit weiteren 40 Schuss Munition für den M12. Der M12 hatte so gut wie keinen Panzerschutz, was eigentlich nicht schlimm ist, da er nur als Reichweitenwaffe konzipiert war und nicht im direkten Kampf stehen sollte.

Die Amerikaner brachten den M12 aber selber in die Schusslinie, als die M12 bei der Siegfried-Linie zum direkten Feuern an die Hauptkampflinie gebracht wurden. Das Geschütz war mit speziellen betonbrechenden Granaten extrem wirkungsvoll gegen die deutschen Bunker. Allerdings war das M12 nun urplötzlich in Nahkämpfe verwickelt.

Der M12 wurde auch nach dem Krieg noch in Korea eingesetzt. Kein Wunder, bot er eine gute Waffe auf einem zuverlässigen Laufwerk.

Datenblatt in einem neuen Fenster anzeigen Entwicklung

Schon im Ersten Weltkrieg gab es Pläne die Artillerie zu mobilisieren. Allerdings wurden die Pläne nach Ende des Krieges wieder fallengelassen. Im Sommer 1941 begann die Entwicklung für die Beweglichmachung der 155 mm Kanone M1917 oder M1918 (beides veraltete Waffen aus dem Ersten Weltkrieg), da urplötzlich wieder Interesse an einem solchen Fahrzeug bestand. Als Laufwerk wurde das in großer Zahl verfügbare M3 Laufwerk gewählt. Heraus kam der beim Rock Island Arsenal gebaute Prototyp T6 GMC (GMC = Gun Motor Carriage). Der Motor musste nach vorne verlegt werden, da die große Kanone hinten viel Platz brauchte. Am Heck des Fahrzeugs war ein großer hydraulischer Rückstoßspaten angebracht, der den großen Rückstoß des Geschützes abfing. Er konnte hochgeklappt werden, falls das Fahrzeug die Stellung verlassen musste. Der Prototyp wurde in Fort Bragg erprobt. Nach einem Test, wo das Geschütz aus einer Stellung feuerte, um sich anschließend 10 Kilometer zu einer neuen Stellung zu begeben und das Feuer wieder aufzunehmen, war der Artillerieausschuss hellauf begeistert. Den Test erledigte der Prototyp in nur 35 Minuten, ein gezogenes Geschütz hätte circa 3 Stunden benötigt. Angetrieben wurde das Fahrzeug von einem 353 PS starken Continental R-975 C1. Sie reichten für immerhin 38 km/h auf der Straße. Man orderte erst mal 50 Fahrzeuge bei Pressed Steel Car Co., der Auftrag wurde aber bald verdoppelt. Im August 1942 begann die Produktion des als 155mm GMC M12 klassifizierten Fahrzeugs. Die letzten Fahrzeuge wurden im März 1943 ausgeliefert.

Anmerkung des Autors: Alle Angaben wurden Stand aktuellen Wissens erstellt. Eine Überarbeitung erfolgt kontinuierlich. [sve]

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Quelle: www.Panzer-Archiv.de - Alles über die stählernen Giganten im Zweiten Weltkrieg.
URL dieser Seite: http://ww.panzer-archiv.de/artillerie/amerika/m12/m12.htm
Gedruckt am: Donnerstag, 14. Dezember 2017, 06:55 Uhr
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